Backen im Laden wurde schon vor rund 40 Jahren in einzelnen Betrieben durchgeführt und dafür baute wachtel, seiner Zeit noch in Düsseldorf beheimatet, spezielle Etagenbacköfen. Backzwerge hießen diese kleinen Öfen. Es war damals die Zeit der Umstellung von Dampföfen zu modernen Stahlöfen.
Ab Mitte der sechziger Jahre kam die Umstellung. Es wurden die ersten Piccolo Backöfen gebaut, die in Modulbauweise hergestellt wurden, so dass wahlweise ein, zwei, drei, vier und fünf Herde geliefert werden konnten. Die Herde wurden mit Ober- und Unterhitzethermostaten ausgestattet und auf Wunsch konnten auch zwei und zwei Herde zusammen geschaltet werden. Alle Piccolo Backöfen waren mit separaten Schwadenerzeugern ausgestattet.
Im Laufe der Jahre wurde der Piccolo weiter entwickelt und die alten Zeigerthermostate und Beschwadungsknöpfe wurden durch moderne Elektronikbauteile abgelöst.
Sollte der Backofen in der Nahtstelle zwischen Verkauf und Produktion gestellt werden, so ließen sich die Herde auch von der Rückseite beschicken und die Ware an der Ofenfront entnehmen.
Die Heißluft-Ladenbacköfen wurden erst sehr viel später bei wachtel in das Programm aufgenommen und zunächst als drehender zehnblech-Comet 05 gebaut. Im Prinzip genommen ein Mini-Stikkenbackofen mit der Halbierung des großen Stikkenbackofens, mit zwar guten Backergebnissen, aber doch einem recht umständlichen Handlings.
Als Sondermodell kam zur InterNorga 1989 der Thermic-Kombi-Backofen auf den Markt, mit einem Achtblech-Heißluftteil und einem Einzelherd im Unterbau als Etagenbackofen. Die Besonderheit war die Gold-Metallic-Ausführung, die nur in begrenzter Stückzahl angeboten wurde.
Bei den Ladenbacköfen bleibt heute kein Wunsch mehr offen, ob es das Backen im Heißluftbackofen sein soll oder in Kombination. Die modernen Steuerungen der Backöfen haben dazu beigetragen, dass die Bedienung einfacher und leichter geworden ist und die Backflächen flexibel gestaltet werden können.













